50. Weltfriedenstags-Gottesdienst in Köln und Düsseldorf
08. Jan 2018
"Mit dem Weltfriedenstags-Gottesdienst der Verbände möchten wir mit allen Christen ein Zeichen setzen für den Frieden. Wir wenden uns gegen einen Soldatengottesdienst als zentralen Gottesdienst zum Weltfriedenstag ," erklärt der Diözesanvorstand pax christi Köln in seiner Pressemitteilung.Der Diözesanvorstand weist darauf hin, dass gewaltlose Konfliktbearbeitung langfristig nachhaltiger wirkt, als gewaltsame Konfliktlösungen. Der Strom der Flüchtlinge aus Ländern, in denen mit deutschen Waffen gekämpft wird, reißt nicht ab. Die Waffenlieferungen in Krisengebiete müssen sofort gestoppt werden.
Trotz unserer Mitverantwortung in den Krisengebieten der Welt, unserem wirtschaftlichen Wohlstand, ist die Bereitschaft zur Flüchtlingsaufnahme gesunken.
Zum Friedensgottesdienst der Verbände in der Kölner Minoritenkirche hatte Kardinal Woelki ein Grußwort verfasst, das Stadtjugendseelsorger Matthäus Hillus vortrug. Pfarrer Ralf Neukirchen aus Köln-Chorweiler schlug in seiner Ansprache einen Bogen vom Alptraum des Krieges zum Traum, den Frieden in die Hand zu nehmen. Er erzählte von den Menschen in Chorweiler und ihrem "Friedensglöckchen", von der "Hand voll Heimaterde" aus über 50 Nationen, in der die Glocke beim Guss gestützt wurde, von Alexander Gerst, der aus dem Weltall die Lichtblitze im Nahen Osten sah und zitierte Adolph Kolping: "Es ist keine Zeit ... zuzuschauen, keine Zeit, gewähren zu lassen, bloß zu jammern und zu klagen, sondern es ist Zeit zu handeln, Zeit zu wirken, und zwar für jeden ohne Unterschied, wie es ihm nach Maßgabe seiner Kräfte und Mittel nur möglich ist. ... Diejenigen, welche an Gott glauben, müssen dadurch auch an den Menschen glauben (...)."
In der Sendung "Diesseits von Eden" im WDR 5 erläuterte Reinhard Griep vom Diözesanvorstand die in der Pressemitteilung formulierte Position von pax christi Köln (im empfohlenen link, 14.01.2018 von 21.-26. Minute).